Wie du in achteinhalb Schritten ein Buch schreibst (Teil 1)

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Hallo, schön, dass du da bist,

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du willst ein Buch schreiben? Super! Herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung!
Du weißt noch nicht genau, wie du das hinkriegst? Kein Problem, das schaffen wir.
Ich bin Steffi Bunt, Kinderbuchautorin und kann mir keine schönere Tätigkeit als das Bücherschreiben vorstellen.
Ich gehe mal davon aus, dass du auch gern schreibst, denn sonst wärst du ja nicht hier. Also lass uns gleich loslegen!

Kann jeder ein Buch schreiben?

Ja. Vorausgesetzt, du hast Lust darauf, ein Buch zu schreiben und bleibst auch dran, wenn es anstrengend wird oder mal nicht ganz nach Plan läuft.
Es gibt eine Menge Handwerkszeug, das beim Bücherschreiben nützlich ist.
Ich helfe dir, deinen Werkzeugkasten zu packen, damit dein Traum vom eigenen Buch in Erfüllung geht. – Egal, ob du nun für dich selbst, als Geschenk oder zur Veröffentlichung schreiben möchtest.

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Ein Buch, das eine Geschichte erzählt

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Hier geht es um ein Buch, das eine Geschichte erzählt, also etwas Ähnliches wie ein Aufsatz, in dem du darüber schreibst, wie ihr auf dem Tierpark-Ausflug verlorengegangen seid oder was geschah, als du mit deinem Bruder abends allein zu Hause warst und es plötzlich an der Tür kratzte.
Wenn du jemals einen Aufsatz geschrieben hast, kannst du auch ein Buch schreiben.

Schritt 1: Die Idee

Worüber möchtest du schreiben? Das ist die entscheidende Frage jedes Autors. – Ab jetzt also auch deine.

Hast du ein Hobby? Was liest du gern? Was schaust du im Fernsehen? Womit kennst du dich besonders gut aus? Worüber hast du einen Aufsatz geschrieben, aus dem du mehr machen möchtest? Alles ist möglich!
Eigene Erlebnisse, Aliens oder Einhörner, Mittelalter, Wikinger, Schule, Ferien, Klassenfahrt, Tiere, spannend, lustig, traurig, dramatisch oder alles zusammen.
Welche brennende, zündende Idee musst du zu Papier bringen?

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Dein Sommerferienabenteuer, Formi und Cida – Ameisen undercover, Wie Omas Dackel Schnuffi einmal weg war, Bjarne und Alva und das verschwundene Amulett, Der verwunschene Baum in Opas Garten, Fritz und ich in der Teufelsschlucht, Wie ein Alien aus Versehen in unserem Schornstein landete, irgendetwas über die geklauten Turnschuhe in der Umkleidekabine, Milli und ihr Kater Mops …

Keine Sorge, wenn dir nicht sofort ein Titel einfällt. Das ist genauso wie mit der Überschrift im Aufsatz. Manchmal wird sie besser, wenn man sie erst am Ende schreibt. Ist ja logisch, weil man dann erst weiß, was alles passiert ist.

Tipp: Nimm eine Woche lang immer einen Bleistift und ein kleines Notizbuch mit. Schreibe alles auf, was du interessant findest, was deine Phantasie anspricht und deine Gedanken zum Galoppieren bringt.
Lies am Ende der Woche deine Notizen durch. Und, ist etwas dabei?

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Schritt 2: Deine Personen

Wer sind die Hauptdarsteller in deiner Geschichte? Lerne sie kennen! Du musst wissen, was sie mögen und was sie gar nicht vertragen. Damit sorgst du dafür, dass deine Personen richtig lebendig und echt wirken.
Und du vermeidest, dass dein Held an einer Stelle Nüsse total ekelig findet und ein paar Kapitel weiter mit großem Appetit ein Stück Nusskuchen isst.
Du weißt, welche Kleidung deine Helden tragen, wie sie reden, ob sie Morgenmuffel oder Frühaufsteher sind, ob sie rot oder grün mögen, welche Hobbys sie haben und was sie besonders gut und gar nicht können.

Der unsportliche Häkel-Fan wird ganz sicher nicht den Dieb in einer gewagten Verfolgungsjagd einholen. Das macht der Sportler, der als Hobbys Leichtathletik und Klettern hat.
Doch der Häkelfan wird mit Sicherheit aus einem alten Wollknäuel vom Dachboden ein Seil anfertigen, um durch die Luke zu entfliehen, weil er immer eine Häkelnadel in der Tasche hat. Und so weiter.

Tipp: Guck mal in dein Freundebuch und fülle so einen Steckbrief für deine Hauptpersonen, Hauptameisen, Hauptkatzen, Hauptwikinger oder wer auch immer dein Abenteuer erlebt, aus.

Schritt 3: Forschen und Herausfinden

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Worüber schreibst du? Über das Mittelalter? Dann musst du wissen, welche Kleidung die Menschen damals trugen, was sie aßen und wie sie sprachen.
Einer deiner Hauptdarsteller ist ein Rentier? Du solltest wissen, was diese Tiere fressen und wie schnell sie rennen können.
Deine Helden fahren in den Urlaub nach Italien? Finde heraus, wie der Urlaubsort aussehen könnte und versuche, ein paar Sätze in der Landessprache zu lernen.

Tauche ein in die Welt deiner Helden! Der mittelalterliche Adalbert trägt keine Hose, sondern wahrscheinlich eine Bruche. Das Rentier frisst Flechten und Pilze, mag aber keinen Fisch. Und in Italien heißt „Guten Morgen“ „Buongiorno“.
Finde möglichst viel über das Thema heraus, über das du schreibst.

Tipp: In der Bibliothek findest du Tausende Bücher zu allen Themen und kannst wunderbar in die Welt deiner Helden eintauchen.

Schritt 4: Die Handlung planen oder drauflos schreiben

Beides ist möglich.
Natürlich ist es wichtig, dass deine Geschichte wie ein Aufsatz auch einen Spannungsbogen hat und sich am Ende niemand fragen muss, was denn bloß aus Hamster Helmut wurde, der in Kapitel 3 das Weite suchte.
Du musst also alle Handlungen, die du anfängst, auch wieder zu Ende führen.
Dazu kannst du dir einen Plan schreiben, wie alles anfängt, was passieren wird und wie die Geschichte ausgeht. Das nennt man auch, „einen Plot schreiben“. Du plottest.
Vielleicht kennst du das schon vom Aufsatz, wenn du dir vorher Stichpunkte machst.

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Statt zu plotten, kannst du auch direkt losschreiben. Vielleicht kannst du gar nicht anders, weil du dringend die vielen Gedanken in deinem Kopf zu Papier bringen musst. Manchmal klappt das fabelhaft und ruckzuck ist eine tolle Geschichte fertig.
Ein anderes Mal bleibst du nach ein paar Seiten stecken und es geht nicht weiter. Dann ist es an der Zeit, den Rest drumherum zu plotten.

Tipp: Du musst nicht unbedingt von vorn nach hinten schreiben. Vielleicht schreibst du zuerst das Ende, dann den Anfang und schließlich die Mitte.

Im nächsten Beitrag geht es ums Aufschreiben der Geschichte, um Überarbeiten, Probeleser und das Fertigstellen deines Buchs. Ach ja, und um den halben Schritt geht es auch noch.

Frohes Schreiben wünscht dir

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Kommentare? Gern! Aber natürlich nicht mit deinem echten Namen. Um hier etwas zu schreiben, denke dir bitte zu deiner Sicherheit einen Spitznamen oder Phantasienamen aus. Dir fällt keiner ein? Dann klicke mal auf den kleinen Button „Generate“ dort unten, da ist sicher auch etwas für sich dabei.



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