Wie du in achteinhalb Schritten ein Buch schreibst (Teil 2)

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Hallo, schön, dass du da bist,

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hier kommt nun eeeeeeeendlich die Fortsetzung der Anleitung für alle, die gern schreiben und ihr erstes Buch verfassen wollen: wie du in achteinhalb Schritten ein Buch schreibst (Teil 2).
Kennst du schon Teil 1? Dort hast du erfahren, was alles zu tun ist, bevor es so richtig mit dem Schreiben losgeht: Idee finden, deine Personen kennenlernen, möglichst viel über dein Thema herausfinden und die Handlung planen.
Vier weitere und ein halber Schritt erwarten dich heute und helfen dir auf dem Weg zum ersten eigenen Buch.

5. Aufschreiben

Deine Geschichte, deine Personen und die Orte, an denen sie sich bewegen, kennst du jetzt und nun kommt DER Teil auf dem Weg zum Buch.
Du schreibst. Du schreibst an deinem Buch. Klingt das nicht gut?
Manchmal galoppieren die Gedanken in einem Tempo, dass du gar nicht so schnell mit dem Aufschreiben hinterherkommst. Dann wieder herrscht Flaute.
Es hakt und geht gerade nicht weiter? Vielleicht kannst du einen Stimmungshelfer oder eine Wörterwolke gebrauchen?

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Tipp: Halte dir feste Zeiten zum Schreiben frei, damit es nicht zwischen anderen Hobbys und Aufgaben untergeht. Am besten machst du es wie mit dem Sporttraining oder dem Musikunterricht. Suche dir einen Termin zum Schreiben und notiere ihn im Kalender.

Der halbe Schritt: Liegen lassen

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Du hast den letzten Punkt unter deine Geschichte gesetzt und bist fertig? Großartig. Am liebsten würdest du dein Werk sofort Mama, Papa, Oma, Opa, deinen Freunden und der halben Welt zum Lesen geben? Kenne ich. 🙂
Doch an dieser Stelle kommt der schwierigste Schritt, der eigentlich gar keiner ist und deshalb nur als halber zählt. Du musst gar nichts tun. Lass deine Geschichte ein paar Tage ruhen. Warum? Im Schreibrausch ist man natürlich absolut begeistert von den eigenen Worten und findet sie einfach nur phantastisch und grandios (und das ist auch gut so). Doch wenn du dein werdendes Buch einige Tage liegen lässt, bekommst du ein wenig Abstand zu deiner Geschichte. Und der ist nötig, damit du sie erfolgreich überarbeiten kannst.

Tipp: Nun ist ein guter Zeitpunkt, um das Cover, also den Umschlag und die Bilder für den Innenteil zu gestalten.

Schritt 6: Überarbeiten

Nun ist es an der Zeit, deine Geschichte zu überarbeiten. Lies deine Geschichte in aller Ruhe. Nimm dir reichlich Zeit dafür. Es funktioniert wie in der Schule. Du bekommst von deinen Lehrern Tipps, wie du deinen Aufsatz verbessern kannst und die setzt du dann um. Allerdings musst du dir die Tipps selbst geben. Streiche Wiederholungen, ersetze „Dann und dann und dann“ gegen andere Satzanfänge, benutze schöne, aussagekräftige Verben für „sagen“ und baue an der ein oder anderen Stelle um, wo etwas unlogisch ist, spannender oder ausführlicher sein muss.

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Tipp: Das Überarbeiten fällt dir allein ohne Unterstützung schwer? Nutze zuerst die Aufsatztipps, die du aus der Schule kennst. Klappt immer noch nicht? Dann ist es an der Zeit, Schritt Nummer 7 vorzuziehen. Suche dir Probeleser, die dich mit ihren Hinweisen beim Überarbeiten unterstützen können.

Schritt 7: Probeleser finden

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An dieser Stelle geht es nicht so sehr um die Leser, die du später mit deinem fertigen Buch überraschen und begeistern möchtest.
Du kennst bestimmt diese Familienmitglieder, die ALLES, was du machst, einfach nur toll finden und wahrscheinlich einen Salto aus dem Stand schlagen und vor Stolz beinahe platzen, wenn sie hören, dass du ein Buch schreibst. Das sind nicht die allerbesten Probeleser.
Du benötigst jemanden, der kein Blatt vor den Mund nimmt und dir die Wahrheit über deine Texte sagt.

Tipp: Sieh die Hinweise deiner Probeleser nicht als Kritik, sondern als Chance, aus deinem guten Buch das allerbeste zu machen! Außerdem musst du nicht jeden Tipp umsetzen, wenn dir deine eigene Lösung besser gefällt.

Schritt 8: Das Buch fertigstellen

Du bist beinahe am Ziel. Der Text ist geschrieben, überarbeitet und probegelesen, die letzten Änderungen sind gemacht.
Nun kommt es darauf an, das Ganze optisch hübsch zu verpacken. Vielleicht schreibst du deine Geschichte sorgfältig in ein neues Heft ab und schreibst in Schönschrift den Titel und den Autor auf das Etikett auf der Vorderseite? – So sahen übrigens meine ersten Bücher aus.
Kannst du am Computer schreiben oder kennst jemanden, der das für dich machen würde? Möchtest du einen Umschlag basteln oder ein Foto auf ein Ringbuch kleben?

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Extra: Vom Schreibheft zum gebundenen Buch im Laden

Soll es ein Buch sein, das wie ein fertig gekauftes aussieht? Das geht auch! Ja, tatsächlich, deine Geschichte kann aussehen wie ein Buch aus dem Laden. Am besten fragst du mal deine Eltern, ob sie mit dir im Internet unter „Selbstverlag“ schauen. Je nachdem, wie viele Seiten das Buch hat und wie es aussehen soll, kostet das nur ein paar Euro, wie andere Bücher eben auch.

Du möchtest noch mehr? Dein Buch soll nicht nur wie eins aus dem Laden aussehen, sondern auch dort und im Internet für die ganze Welt zu bestellen sein? Das geht ebenfalls. Wie es genau funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt, darüber erzähle ich demnächst einmal.

Doch völlig egal, ob es ein Schreibheft, ein Ringordner mit getippten Seiten oder ein gedrucktes Buch ist, du hast es geschafft! Du hast dein erstes Buch geschrieben und kannst mächtig stolz auf dein Werk sein! Applaus, Tusch, Tommelwirbel und ein Feuerwerk für dich! Herzlichen Glückwunsch!


Alles Liebe und erfolgreiches Schreiben wünscht dir

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